Bundeswehr: Verweigern oder verteidigen?
Frühere „Zivis“ widerrufen ihre Kriegsdienstverweigerung – wegen der neuen Risiken für Deutschlands Sicherheit. Zugleich steigt die Zahl neuer Verweigerungen auf den Höchststand seit 2011.
Frühere „Zivis“ widerrufen ihre Kriegsdienstverweigerung – wegen der neuen Risiken für Deutschlands Sicherheit. Zugleich steigt die Zahl neuer Verweigerungen auf den Höchststand seit 2011.
Nach 300 000 Fragebögen an alle 18-Jährigen lässt ein erstes Zwischenergebnis befürchten: Ohne Wehrpflicht könnte es schwierig werden, die Bundeswehr wie geplant zu vergrößern.
Das Verteidigungsministerium zieht eine erste Bilanz des neuen Wehrdienstes. Jeder fünfte 18-Jährige, der angeschrieben wurde, kann sich einen Dienst an der Waffe vorstellen. Zugesagt haben bislang nur wenige.
Der Reservist David Matei wirbt in den sozialen Medien und nun auch mit einem Buch für das Militär. Wie er versucht, junge Menschen davon zu überzeugen, für die Freiheit Deutschlands notfalls auch zu kämpfen.
Reservisten sollen künftig zu Übungen verpflichtet werden, auch wenn die Arbeitgeber sie nicht freistellen wollen. Das ruft Kritik hervor – ebenso wie eine etwas hemdsärmelige Regelung beim Wehrdienstgesetz.
Rüdiger Lucassen legt sein Amt als verteidigungspolitischer Sprecher der AfD und zwei weitere Posten nieder. Weil er mit Alleingängen seine Kollegen verärgert hatte, drohte ihm die Abwahl.
Männer zwischen 17 und 45 Jahren brauchen trotz des neuen Wehrdienstgesetzes weiterhin keine Genehmigung für Auslandsreisen.
Ein Passus im Wehrpflichtgesetz sorgt für Aufregung. Danach dürfen Männer zwischen 17 und 45 nur mit einer Genehmigung länger Deutschland verlassen. Was steckt dahinter?

Schon im Dezember waren junge Menschen auf die Straße gegangen – obwohl ihnen das Probleme bringen kann, wenn sie während der Unterrichtszeit protestieren.
In seinem ersten Jahresbericht ruft der Wehrbeauftragte Henning Otte nach einer attraktiven Bundeswehr. Doch in der Truppe gibt es immer wieder Diskriminierung und Mobbing. Und es fehlt weiter am nötigen Nachwuchs.
Wegen scharfer öffentlicher Kritik an Björn Höcke hatte der Fraktionsvorstand ein Ordnungsverfahren gegen den Bundestagsabgeordneten Rüdiger Lucassen eingeleitet. Nun stehen die Konsequenzen fest.
Junge Männer könnten zum Wehrdienst verpflichtet werden, wenn es nicht genug Freiwillige gibt. Oder sie verweigern. Pfarrer Martin Tontsch berät seit Jahren dazu – und weiß, warum „Ich bin gegen Krieg“ als Argument nicht ausreicht.
Weil er Björn Höckes Aussagen zur Wehrpflicht öffentlich kritisiert hat, läuft gegen den AfD-Verteidigungspolitiker Rüdiger Lucassen ein Ordnungsverfahren. Der hat zu den Vorwürfen nun Stellung genommen und dabei ganz grundsätzliche Fragen aufgeworfen.
Die Truppe soll stark wachsen – obwohl sich jedes Jahr viele Soldaten von ihr verabschieden. Wie viele Bewerber benötigt sie also? Berechnungen zeigen, ob die ehrgeizigen Vorgaben umsetzbar sind.
Rüdiger Lucassen kritisierte den Thüringer Landesvorsitzenden wegen dessen Aussagen zur Wehrpflicht scharf. Nun drohen ihm Strafen. Und die beiden Männer führen stellvertretend eine Auseinandersetzung über die Richtung ihrer Partei.
Die AfD im Bundestag leitet ein Ordnungsverfahren gegen ihren verteidigungspolitischen Sprecher ein. Weil er Björn Höcke öffentlich kritisiert hat, drohen Rüdiger Lucassen nun Konsequenzen.
Soldatinnen sind bei der Truppe immer noch eher die Ausnahme. Das neue Wehrdienstgesetz wird daran kaum etwas ändern. Ist das sinnvoll? Und ist es gerecht? Was Betroffene dazu sagen.
Von Januar an müssen alle ab 2008 Geborenen einen Fragebogen ausfüllen, zudem kehrt die Musterung für Männer zurück. Die Grünen fordern, dass auch Ältere Wehrdienst leisten können.