Verteidigung: Bauen für die Zeitenwende
Zu wenig Unterkünfte, marode Gebäude, unsichere Zäune: Die Bundeswehr muss massiv in ihre Standorte investieren. Etwa in Köln-Wahn, einer der größten Kasernen der Republik.
Zu wenig Unterkünfte, marode Gebäude, unsichere Zäune: Die Bundeswehr muss massiv in ihre Standorte investieren. Etwa in Köln-Wahn, einer der größten Kasernen der Republik.
Nicole Schilling, ranghöchste Bundeswehrsoldatin, will ein dringendes Problem lösen: Die Truppe muss mehr Personal für sich gewinnen, vor allem Frauen. Aber wie, da immer öfter Übergriffe gemeldet werden?
Die Regierungsfraktionen wollen eine freiwillige Gesellschaftszeit im Freistaat einführen, das bisherige Angebote unter ein Dach bringt. Auch als „Blaupause“ für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht.
In großen Städten konkurrieren immer mehr Menschen um immer weniger Wohnraum. Drei Ökonomen schlagen sehr unterschiedliche Lösungen vor.
Falls die Wehrpflicht zurückkehrt, kommt auch der Zivildienst wieder. Nämlich dann, wenn sich nicht genug Menschen zum freiwilligen Wehrdienst melden. Wie könnte eine Wiedereinführung aussehen?
Ein vom Bundeskabinett beschlossenes Gesetz soll das Rückgrat der Bundeswehr stärken: Reservisten sollen drei bis zwölf Wochen pro Jahr zum Dienst erscheinen. Arbeitgeber warnen vor Produktionsausfällen.
Frühere „Zivis“ widerrufen ihre Kriegsdienstverweigerung – wegen der neuen Risiken für Deutschlands Sicherheit. Zugleich steigt die Zahl neuer Verweigerungen auf den Höchststand seit 2011.
Nach 300 000 Fragebögen an alle 18-Jährigen lässt ein erstes Zwischenergebnis befürchten: Ohne Wehrpflicht könnte es schwierig werden, die Bundeswehr wie geplant zu vergrößern.
Das Verteidigungsministerium zieht eine erste Bilanz des neuen Wehrdienstes. Jeder fünfte 18-Jährige, der angeschrieben wurde, kann sich einen Dienst an der Waffe vorstellen. Zugesagt haben bislang nur wenige.
Der Reservist David Matei wirbt in den sozialen Medien und nun auch mit einem Buch für das Militär. Wie er versucht, junge Menschen davon zu überzeugen, für die Freiheit Deutschlands notfalls auch zu kämpfen.
Reservisten sollen künftig zu Übungen verpflichtet werden, auch wenn die Arbeitgeber sie nicht freistellen wollen. Das ruft Kritik hervor – ebenso wie eine etwas hemdsärmelige Regelung beim Wehrdienstgesetz.
Rüdiger Lucassen legt sein Amt als verteidigungspolitischer Sprecher der AfD und zwei weitere Posten nieder. Weil er mit Alleingängen seine Kollegen verärgert hatte, drohte ihm die Abwahl.
Männer zwischen 17 und 45 Jahren brauchen trotz des neuen Wehrdienstgesetzes weiterhin keine Genehmigung für Auslandsreisen.
Ein Passus im Wehrpflichtgesetz sorgt für Aufregung. Danach dürfen Männer zwischen 17 und 45 nur mit einer Genehmigung länger Deutschland verlassen. Was steckt dahinter?

Schon im Dezember waren junge Menschen auf die Straße gegangen – obwohl ihnen das Probleme bringen kann, wenn sie während der Unterrichtszeit protestieren.
In seinem ersten Jahresbericht ruft der Wehrbeauftragte Henning Otte nach einer attraktiven Bundeswehr. Doch in der Truppe gibt es immer wieder Diskriminierung und Mobbing. Und es fehlt weiter am nötigen Nachwuchs.
Wegen scharfer öffentlicher Kritik an Björn Höcke hatte der Fraktionsvorstand ein Ordnungsverfahren gegen den Bundestagsabgeordneten Rüdiger Lucassen eingeleitet. Nun stehen die Konsequenzen fest.
Junge Männer könnten zum Wehrdienst verpflichtet werden, wenn es nicht genug Freiwillige gibt. Oder sie verweigern. Pfarrer Martin Tontsch berät seit Jahren dazu – und weiß, warum „Ich bin gegen Krieg“ als Argument nicht ausreicht.