DGB nennt Beitragserhöhung für Kinderlose diskriminierend




Die Bundesregierung hat sich auf Maßnahmen zur Finanzierung der Pflegeversicherung geeinigt. Doch es braucht viel mehr als das.
Nach längeren Verhandlungen steht der Regierungsentwurf für eine Pflegereform. Worüber bis zuletzt gestritten wurde und was nun auf die Versicherten zukommt – ein Überblick.
Die Regierung beschließt eine Pflegereform, die Konflikte zwischen Union und SPD ausklammert. Mit den Streitpunkten wird sich eine Kommission beschäftigen. Die Pflegebeiträge für Kinderlose sollen steigen, die Vorsorge besser werden.

Anke Rehlinger regiert eine der letzten SPD-Hochburgen des Landes. Im Interview erklärt die saarländische Ministerpräsidentin, warum sie die Rentenpläne der Bundesregierung für ungerecht hält – und macht ein Angebot für die Pflegereform.
Die Ost-Ministerpräsidenten der CDU wenden sich gegen einen zentralen Punkt der Rentenreform und fordern mehr Rücksicht beim Umbau der Sozialsysteme. Sie bekommen postwendend Widerspruch – von einer Ostdeutschen.
3270 Euro im Monat zahlen frisch eingezogene Heimbewohner im Schnitt aus eigener Tasche. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr. Mit der Pflegereform könnte es künftig noch teurer werden.

Höhere Beiträge für Kinderlose und Gutverdiener, mehr Eigenanteile für Heimbewohner, härtere Regeln für die Einstufung in Pflegegrade: Eine Reform soll die Versicherung stabiler aufstellen. Andernfalls drohen Milliardendefizite.

Geriatrie-Experte Clemens Becker beklagt, das System der Pflege in Deutschland sei teuer, ineffektiv und nicht reformierbar. Was aus seiner Sicht passieren muss, damit die Versorgung alter Menschen nicht kollabiert.
Eine Kommission der Gesundheitsministerin will die Versorgung von Pflegebedürftigen verbessern. Es hagelt Kritik – auch weil offen bleibt, wie die Vorschläge finanziert werden sollen.