Wenn der Vater Spion ist: "Wurden in Sippenhaft genommen"


Astrid Proll war Mitgründerin der „Roten Armee Fraktion“. In ihrer Autobiografie erfährt man kaum Neues über die linksextremistische Terrororganisation, außer: Aussteigen war möglich.
28 Jahre teilte die Berliner Mauer die Stadt in Ost und West. Doch in vielen Köpfen bestehe sie bis heute fort, sagte die Bundestagspräsidentin bei einer Gedenkveranstaltung. Nicht auf alle Gründe ging sie ein.
Peter Brandt, der ältestes Sohn von Willy Brandt, hat seine Autobiografie vorgelegt. „Sich ändern, um sich treu zu bleiben“ ist der nüchtern-analytische Blick eines bekennenden Sozialisten zurück in die Bonner Republik.
Demütigende Fragen und kaum gesellschaftliche Anerkennung: 50 Jahre lang gab es in der Bundesrepublik „Zivis“, die den Kriegsdienst verweigerten. Eine Chronik.
Der Historiker Stefan Wolle schreibt eine Zeitgeschichte Berlins, erkenntnisreich ist das gerade für Wessis jüngerer Jahrgänge. Doch er hat Schwierigkeiten, dem ewig gegenwärtigen Charakter der Hauptstadt Herr zu werden.
Dort, wo einst die streng gesicherte innerdeutsche Grenze verlief, leben und gedeihen heute seltene Tier- und Pflanzenarten. Kommt bald die Unesco-Auszeichnung?
Das Doppelleben von Hans Ernst Schneider, der nach dem Krieg als Hans Schwerte zum liberalen Germanisten mutiert war und erst 1995 aufflog, verrät einiges über den Umgang der Deutschen mit der NS-Zeit.
Elisabeth Schwarzhaupt war 1961 die erste bundesdeutsche Ministerin. Wie sich die CDU-Politikerin gegen Adenauer und die anderen Herrn durchsetzte, schrieb sie in einem „Lebensbericht“ nieder.
Das Bundesverfassungsgericht galt lange Zeit als eine vom NS-Unrecht nahezu unbelastete Institution. Mit der historischen Studie von Frieder Günther und Eva Balz bekommt dieses Bild nun einige Flecken.
Anwältin des politischen Anstands, Kämpferin für die Demokratie. Petra Webers Biografie über Hildegard Hamm-Brücher erinnert an eine der wichtigsten Politikerinnen der Republik und vor allem daran, wie sehr eine wie sie heute fehlt.
Dass extrem rechte Diskurse in die Mitte der Gesellschaft drängen, ist keineswegs neu. Niklas Krawinkel erzählt von Erfolgen und Misserfolgen völkisch-radikaler Netzwerke in der jungen Bundesrepublik. Seine Erkenntnis: Staat und Zivilgesellschaft waren und sind nicht machtlos.
Was denken NS-Opfer über die Entschädigungsleistungen aus Deutschland? Darüber war bisher wenig bekannt. Die Interviews zeigen: Vergebung ist möglich, aber dabei geht es um viel mehr als nur Geld.
Die Schicksale „unerwünschter“ Kriegskinder wurden in Deutschland lange verdrängt. Erst spät sprechen nun endlich viele über ihr Leben und ihre Traumata. Ein Buch und ein Ausstellungskatalog geben ihnen eine Stimme.
Die Top 20 der Redaktion „Das Politische Buch“ zeigen, welche Analysen zu aktuellen Konflikten 2025 aus der Masse hervorstachen – und welche zeithistorischen Werke essenzielle Erkenntnisse brachten.
Ein eindrucksvoller Bildband zeigt, wie die Menschen im neu gegründeten Nordrhein-Westfalen anpackten für eine bessere Zukunft.
Tim Schanetzky analysiert, wie die Gesellschaft seit 1945 politisch um den richtigen Grundsatzkurs stritt und welche gravierenden Lücken es dabei gab. Und warum Attacken auf politische Bildung nichts Neues sind.