Stimmabgabe für das Parlament: Russlands Unterdrückungsapparat funktioniert
Keine Nachricht, sondern Vollzug: Die Kremlpartei sichert sich in der Staatsduma wie erwartet die Mehrheit. Doch wozu wird Putin das Ergebnis nutzen?
Keine Nachricht, sondern Vollzug: Die Kremlpartei sichert sich in der Staatsduma wie erwartet die Mehrheit. Doch wozu wird Putin das Ergebnis nutzen?
Die liberale Jabloko-Partei hat der Kreml ausgeschlossen, sogar die Kommunisten diskreditiert er. Unzufriedene Wähler haben in Russland praktisch keine Alternative mehr.
Weil die russische Partei Jabloko den Krieg kritisiert, drangsaliert und sanktioniert sie der Staat. Einen Wahlkampf und mutige junge Wahlhelfer gibt es trotzdem – doch die Angst vor dem Kreml ist groß.

Nikolai Rybakow und seine Partei setzten sich für „ein Leben ohne Angst“ und gegen den Ukraine-Feldzug ein. Im Moskau von heute genügt das, um von der Wahl ausgeschlossen zu werden.
Vor den Parlamentswahlen entscheidet ein Gericht: Die liberale Partei Jabloko darf nicht antreten. Wieso tut Putin das?
Die Partei fordert ein Ende des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Sie will das Urteil anfechten. Nawalnys Witwe bezeichnet den Ausschluss als ein Zeichen von Angst im Kreml vor Kriegsgegnern.
Der unter dem Pseudonym Semjon Skrepezki bekannte russische Künstler und Putin-Gegner wird in Polen erschossen. Ministerpräsident Tusk spricht von einem politischen Mord.
Sogar der Kreml ist beunruhigt: Der Krieg gegen die Ukraine wirkt sich immer stärker auf die Stimmung der Menschen in Russland aus. Was denken sie über ihren Alltag und die Politik Putins? Die SZ hat sich umgehört.
Irina Scherbakowa von der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ im Gespräch über Putins Krieg - und „die größte politische Emigration nach der Oktoberrevolution“.
Wie das Schicksal einer inhaftierten Petersburger Straßenmusikerin eine Welle der Solidarität bei jungen Leuten in ganz Russland ausgelöst hat.