Tarifrunde: „Unverständnis und Wut“ – jetzt streiken die Metaller

Inmitten einer historischen Krise stockt die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft IG Metall zieht nun Konsequenzen.

Inmitten einer historischen Krise stockt die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft IG Metall zieht nun Konsequenzen.

Wie wirkt sich auf Ihren Geldbeutel aus, was die Bundesregierung bei Steuern und Sozialversicherungen plant? Der Rechner der „Süddeutschen Zeitung“ zeigt es.

Von Trump gelobt, daheim geschmäht: Der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner im US-Wahlkampf versetzt den VW-Konzern in Aufruhr. Und wichtige Leute gehen auf Distanz.

In Deutschlands wichtigster Industrie drohen Streiks, die Metaller verlangen mehr Geld, kriselnde Autobauer stemmen sich dagegen. Zu Besuch bei Mechanikern mit vollen Auftragsbüchern und Arbeitgebern, die sich Sorgen machen.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnt vor einem weiteren Aufstieg der Rechten. Die Bundesregierung solle sich mehr um wirtschaftliches Wachstum kümmern – und ihre Sozialreformen gerechter gestalten.

Kurz vor den Midterm-Wahlen macht der Audi-Chef dem US-Präsidenten ein großes Geschenk: Vier Milliarden Dollar sollen in ein neues Werk fließen – für Donald Trump der Beweis, dass seine Zollpolitik funktioniert.

Die Gewerkschaft will Werksschließungen und Nullrunden bei den Gehältern verhindern. Schon bald könnte gestreikt werden.

Hunderttausende Beschäftigte sollen auf Lohnerhöhungen verzichten, zeigen interne Unterlagen. Die neuesten Pläne sind eine weitere Eskalation im Konflikt zwischen Vorstand und Arbeitnehmerseite.

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Daron Acemoğlu glaubt, dass die AfD weniger bedrohlich ist als der US-Präsident. Die Krise der liberalen Demokratie hält er für teils selbst verschuldet und warnt, dass künstliche Intelligenz sie noch schlimmer machen könnte.

Die Autoindustrie verlangt Einsparungen, die IG Metall will fünf Prozent mehr Lohn. Gewerkschaftschefin Christiane Benner sagt, warum das richtig ist und welche Fehler die Autobosse gemacht haben.

Die Ökonomin Isabella Weber schlägt eine neue Wirtschaftspolitik vor, um den Aufstieg rechtsextremer Politiker zu bremsen: Die Menschen sollen sich Wohnen, Heizen und Essen wieder leisten können.

Nach der Kündigung fast aller Tarifverträge wirft die Gewerkschaft dem VW-Konzernchef Falschaussagen vor. Besonders Blumes Aussage zu 36 Urlaubstagen löst Ärger aus.

Der größte europäische Autokonzern hat zehn Tarifverträge gekündigt. Zulagen und zusätzliche Vergütungen stehen auf dem Spiel. Gewerkschaft und Betriebsrat wollen das nicht hinnehmen.

Nach schwierigen Zeiten wird die Wirtschaftsleistung dieses Jahr um mehr als ein Prozent zunehmen, sagen Konjunkturforscher voraus. Das wäre das erste nennenswerte Wachstum seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs. Der Energieschock fällt weniger ins Gewicht als gedacht.

Neuer Konflikt bei VW: Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärt im SZ-Interview, die Gewerkschaft habe keinem massiven Stellenabbau zugestimmt. Sie wirft dem Vorstand vor, er habe „einiges verschlafen“ – und warnt vehement vor einer AfD-Regierung.

Angesichts der schwierigen Lage der Autoindustrie verlangt die Gewerkschaft für vier Millionen Beschäftigte weniger Lohnerhöhung als sonst. Gut verdienende Betriebe sollen einen Aufschlag zahlen.

München, Stuttgart, Wolfsburg, Ingolstadt: Bei einer bundesweiten Protestaktion wehrt sich die IG Metall gegen den massiven Jobabbau in der Autoindustrie. Eindrücke aus einem Land, das sehr lange sehr gut von seinen Autos gelebt hat.

Die Manager bei VW und Co. liegen mit ihrem einseitigen Fokus auf Stellenabbau falsch. Es braucht bessere Modelle, mehr Investitionen – und politische Hilfen gegen unfaire Konkurrenz.

Verdi-Chef Frank Werneke will durch Proteste die Krankschreibung nach dem dritten Tag und die Rente für langjährig Versicherte retten. Eine AfD-Regierung „wäre eine Katastrophe“.

Die Regierung erwägt, die Mehrwertsteuer auf Sprit zu senken, um Autofahrer zu entlasten. In anderen Branchen wurde das bereits ausprobiert – nicht immer mit Erfolg.